
Wie der Rücken eines Wals ragt die langgestreckte Kuppe dieser lieblichen Halbinsel aus dem Bielersee.
Von Westen her ragt eine Halbinsel in den Bielersee, die St. Petersinsel. Sie entstand in der letzten Eiszeit, als der Rhonegletscher bis an den Jura reichte. Heute, nach mehreren Gewässerkorrekturen, verbindet der Heidenweg als natürliche Brücke die St. Petersinsel mit dem Jolimont bei Erlach.
Ob man sich der St. Petersinsel in einstündiger Wanderung über den Heidenweg von Erlach her oder mit dem Schiff nähert, immer übt dieser Flecken Erde auf den Besucher einen Zauber aus. Schattige Waldwege, der Sonne zugeneigte Rebhänge, ein Strand mit sandigem Uferstreifen, Schilfgärten und alte, hochragende Eichen bieten eine faszinierende Kulisse.
Der Heidenweg wird von Schilf und Buschwerk umsäumt, das Lebensraum für zahllose Vögel bietet. Wie die Inselwälder steht auch der Heidenweg unter Naturschutz.
Um 1127 wurde auf der Insel ein Kluniazenser-Kloster errichtet, das später als Gasthaus diente. Dort lebte Jean-Jacques Rousseau im Jahre 1765 zwei Monate lang als Emigrant.
Nach ihm besuchten auch Goethe, der Historiker Coke, Kaiserin Josephine Bonaparte sowie die Könige von Preussen, Schweden und Bayern dieses herrliche Fleckchen Erde.
Seither haben sich schon tausende verliebt in das verträumte Eiland mit Blick auf Alpen und Jura. Alle erfreuen sich am milden Klima, das Reben und sogar Edelkastanien gedeihen lässt oder an den wilden Füchsen, Dachsen und Rehen, die nicht selten auf den weiten Spazierwegen anzutreffen sind.
Für das leibliche Wohl sorgt ein liebevoll geführtes Restaurant mit einer einladenden Atmosphäre. In fünf stilvollen Sälen werden nebst Fischspezialitäten auch andere reichhaltige Menüs serviert, begleitet von vollmundigen Weinen aus der ganzen Welt.
Ruhe finden und zugleich vom Hauch historischer, bewegter Zeiten berührt werden: Mit einem Aufenthalt im Hotel, das mit 13 Zimmern mit 27 Betten zum längeren Verweilen und damit zu einem vertieften Insel-Erlebnis einlädt.
Mit dem Schiff erreichbar.