Rebbaumuseum am Bielersee

Die Region Biel-Seeland lädt auf vielen Wegen zur Entdeckungsreise ein. Der "Hof" in Ligerz bietet sich dabei als idealer Zwischenhalt oder Zielort an - ein kleiner Abstecher in Geschichte und Kultur der Region. Der "Hof" ist aber auch ein Ort der Begegnung und Gastlichkeit. Seine Räume können für verschiedene Veranstaltungen, vom ungezwungenen Apéro bis zum mehrtätigen Seminar, gemietet werden.

Rebbaumuseum | Musée de la vigne

In Ligerz führt die alte Dorfgasse direkt zum "Hof". Ihrem Ende stellt sich die wuchtige Umfassungsmauer entgegen. Geheimnisvoll, verheissungsvoll. Wer durch das mächtige Tor tritt, vergisst die Zeit. Er taucht ein; in die Stille des Innenhofs, in die schlichte Eleganz dieses stattlichen Gebäudes, in den Glanz vergangener Zeiten.
Von Mai bis Ende Oktober kann der "Hof" jeweils am Mittwoch, Samstag und Sonntag von 14 bis 17 Uhr besichtigt werden. Führungen, Apéros und andere Veranstaltungen sind mit vorheriger Anmeldung während des ganzen Jahres möglich.

Ein Haus mit edler Vergangenheit
Vom Erker aus gelbem Hauterive-Haustein gleitet der Blick über die dreiteiligen Reihenfenster, wo zierliche Fächerrosetten und Muschelornamente von der hohen Kunst der Steinbildhauerei im 16. Jahrhundert zeugen. An der südlichen Trauffront dann, von Schildhalterlöwen umrahmt, das Wappen des Erbauers: drei langstielige Kleeblätter auf blauem Dreiberg. Der "Hof" repräsentierte als typischer einheimischer Edelsitz während 250 Jahren die Macht einer einflussreichen Familie: den Herren von Ligerz - den "de Gléresse". Heute noch zeugen Räume wie der Cheminée-Saal oder der Erkersaal von ihrem feudalen Wohn- und Lebensstil. Beide befinden sich unter dem wuchtigen Krüppelwalmdach - einer eindrücklichen Konstruktion ohne Firstbalken.
Der "Hof" wurde gegen 1555 durch Rudolf von Ligerz auf einst fürstbischöflichem Gebiet erbaut und steht heute auf dem Gemeindegebiet von La Neuveville (Schafis).
Das Gebäude ist seit 1970 im Besitz der Stiftung "Rebbau-Museum am Bielersee "Hof" Ligerz" und wurde in den siebziger Jahren vollständig renoviert.

Eine Weinregion und ihr Museum
Zwei, drei Schritte in die Kühle und Dunkelheit der ebenerdigen Kellergewölbe und der sonnige Innenhof ist nur noch Erinnerung. Allmählich nehmen die Umrisse der riesigen Weinfässer Gestalt an. Ihre Grösse beeindruckt und ihre, für heute ungewohnte, runde Form überrascht.
Welche Arbeit sie zu füllen! Brente um Brente musste der Most über den "Kellersteg" hinaufgetragen und mit einer geschickten Rückendrehung über einen Trichter ins Fass geleert werden. 400 Mal bis das grösste Fass voll war. Moderne Techniken haben traditionelle Methoden abgelöst. Geblieben ist der Zyklus der Jahreszeiten, der den Rebbau bis heute bestimmt.

Das Rebbau-Museum - permanente Ausstellung im Dachstock:
-Vom Weinbau und der Rebe
-Vom Wein und Weintrinken
-Das Handwerk des Küfers
Eine Sammlung alter Geräte aus Keller, Rebberg und Haushalt. Sonderausstellung, zum Beispiel "Das Jahr der Rebe".
Ein Fass- und Trüelkeller mit bis zu 200 Jahre alten Fässern und einem Trüel aus dem Jahre 1710.

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